Kreis Cloppenburg/Emmen:
MT (26.04.2016)
Städtering begrüßt Verkehrswegeplan

Umweltbundesamt empfiehlt, E233-Ausbau zu streichen

Der Verein »Verkehrswende Cloppenburg-Emsland« e.V. (VCE) und die »Bürgerinitiative Autobahn B213 Nein!« begrüßen die Einschätzung des Umweltbundesamtes (UBA) zum Referentenentwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans 2030 (BVWP). Laut UBA hält der BVWP 11 von 12 selbst gesetzten Zielen nicht ein. Untersucht wurden die Auswirkungen auf CO2-Emissionen, Flächenverbrauch, Nachteile für den Naturschutz und weitere Belästigungen der Allgemeinheit.

Ein katastrophales Ergebnis habe nach Auffassung des VCE die Überprüfung der einzelnen Projekte durch das Umweltbundesamt (UBA) gezeigt. Das UBA schlägt vor, von den 605 als vordringlich empfohlenen Projekten 41 komplett zu streichen, darunter auch das Projekt des vierstreifigen E233-Ausbaus. Der VCE hatte schon darauf hingewiesen, dass die Umweltkosten von über 111 Millionen für den Ausbau der E233 viel zu hoch seien. Ulf Dunkel vom VCE sieht sich bestätigt: Die Befürworter reden sich das E233-Projekt nach wie vor schön und behaupten, es sei vollständig für Engpassbeseitigung nötig und werde vollständig ÖPP-finanziert, was laut BWVP nicht stimmt. Schon das massiv verschlechterte Nutzen-Kosten-Verhältnisses hat das Projekt als eines der acht schlechtesten in ganz Niedersachsen disqualifiziert. Das jetzige Urteil des Umweltbundesamtes bedeutet zudem, dass der Bau der Hasetalautobahn zu den umweltschädlichsten Projekten gehören würde. Der VCE hofft nun, dass auch die Finanzierung unter die Lupe genommen wird. Vorstandsmitglied Hermann Küpers dazu: Weil der Staat kein Geld für dieses Projekt hat, möchte man einen Teilabschnitt privat finanzieren lassen. Das würde das Projekt jedoch über die jetzige Kostensteigerung hinaus weiter verteuern.

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V.i.S.d.P.
Verein »Verkehrswende Cloppenburg-Emsland« e.V.
c/o Ulf Dunkel (Vorstand)

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Hintergrundinformationen


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E233-Gegner: Umweltbundesamt rät zu Streichung

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